Donnerstag, 6. Oktober 2016

Mehr Ambiente als Aroma ***

 
















Das derzeitge Lichtkunstfestival verleitet zum Besuch von Orten, in die man sich sonst wohl kaum verirren würde - wie zum Beispiel Gerlingen. In der Dunkelheit leuchtet die örtliche Weinstube im Wengert verlockend wie ein Knusperhäuschen. Tatsächlich ist das uralte Fachwerkhaus liebevoll restauriert, geschmackvoll ausstaffiert und dezent illuminiert.

Gastraum und Küche sind eins, so dass man mitten im Gebrutzel und dem Gelärme sitzt, leider auch in dessen Gerüchen. Die Speisekarte weist hauptsächlich schwäbische Gerichte auf, die erstaunlich schnell und mit professioneller Routine auf den Tisch gebracht werden. Trotz des urigen Ambientes beschleicht uns das vage Gefühl eines latenten Mangels.


Menge: fast alle Speisen können in zweierlei Größen geordert werden; meine kleine Portion ist leider relativ überschaubar
Spätzle: habhaft und vollschlank
Käse: laut Aussage des Hauses Bergkäse, den wir jedoch deutlich aromatischer kennen
Zwiebeln: fielen uns gar nicht auf
Viskosität: ziemlich smooth
Beilage:der großzügige Beilagensalat mit allem Drum und Dran wird von reichlich frischer Kresse gekrönt - leider entspricht d bei der Kartoffelsalat nicht im ehesten den Erwartungen an den schwäbischen Klassiker: zu hart, zu unschlonzig, zu wenig Brühe (wenn überhaupt)
Zubereitungszeit: eine relativ kurze Viertelstunde, da wir noch die ersten Gäste des Abends sind
Abgang: leicht und rasch verflogen
Preis: günstige 7,50 Euro für die kleine Portion (inkl. Beilagensalat)
Bewertung: Das urige Ambiente und die freundliche Präsentation der Speisen täuschen erfolgreich über mangelndes Aroma hinweg.

Lokalität: Weinstube im Wengert
Hauptstr. 41
70839 Gerlingen
Tel.: (07156) 280 11

1 Kommentar:

  1. Mehr als Schummrigkeit kann man hier aber nicht erkennen.

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