Sonntag, 9. August 2015

Kaiserlicher Salamander ****

















Im Gefolge zweiter Familienfeiern nähern wir uns dem Neckartal, das aus Gründen schmählicher bisheriger Vernachlässigung zu lange kulinarische Terra incognita für uns war. Das muss sich unbedingt ändern!

Bei tropischer Hitze lässt die bis auf den letzten Platz belegte Terasse des Landgasthofes Kaiser durchaus mediterranes Flair aufkommen. Geschätzte zwei Drittel der Gäste strampelten sich tagsüber auf dem Neckartalweg ab und füllen nun die verbrauchten Kalorien mit Zwiebelrostbraten und den aus dem Lot geratenen Wasserhaushalt mit erlesenen Tröpfchen wieder auf. So gelingt uns nebenbei eine interessante Neuentdeckung: den überaus fruchtigen 2014er Grauburgunder aus dem Hause Arndt Köbelin.

Menge: eine beeindruckende Portion, die ich so genüsslich langsam vertilge, dass sie mir glatt ein zweites Mal aufgewärmt werden muss. Selbstverständlich wird mir die zweite Hälfte auf neuem Teller und mit neuer Garnitur serviert!
Spätzle: von Muttern Albus selbstgemacht
Käse: eine Mischung aus Emmentaler und Gouda
Zwiebeln: ein Topping aus soft angeschmelzten Zwiebeln
Viskosität: so sieht für mich die ideale Konsistenz aus: unterm Salamander gebräunte, knusprige Oberfläche über flutschigem Käse-Spätzle-Konglomerat
Beilage: schön schlonziger Kartoffelsalat (ebenfalls aus Mutterns Produktion) mit frischen Blattsalaten
Zubereitungszeit: selbst an einem gut besuchten Samstagabend und mit Slow-Food-Anspruch angenehme 20 Minuten
Abgang: das reichhaltige Angebot der hauseigenen Brennerei Kaiser erleichtert die Verdauung ungemein
Preis: 8,50 Euro (inkl. Beilagensalat)
Bewertung: Diese geschmackvolle und grundsolide Ausarbeitung meiner Leibspeise verdient die Höchstnote in allen Kategorien!

Lokalität: Landgasthof Kaiser
Burkhardtstraße 5
72108 Rottenburg-Bieringen
Telefon: 074 72 / 69 55
E-Mail: info@landgasthofkaiser.de

Kommentare:

  1. Die Nagold Sisters16. September 2015 um 19:15

    wir kennen nur die väterliche Brennerei, aber die dafür ganz gut und schon sehr lange. Für Hardcore Schnapsler ist die Blutwurzel das A und O. Die haut nirgendwo so rein wie hier.Wer danach noch Magengrimmen hat, ist nicht mehr zu heilen.

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  2. Wir stehen zugegebenermaßen eher auf die Schlehe. Vom Feinsten!

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  3. Liegt etwas zu abseitig.

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  4. Herzhafte Winterküche liegt voll im Trend.

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