Montag, 11. Januar 2010

Reussenstein revisited ****




So lange ich denken kann, richtet unsere Familie Geburtstagsfeiern im Böblinger Restaurant "Reussenstein" aus. Und das ehe Timo Böckle - nach beachtlichen Stationen bei Johann Lafer, Hotel Bareiss und der MS Europa - zum Medienstar avancierte. Um sich hernach sehr bodenständig wieder auf seine Böblinger Wurzeln zu besinnen.

Hier stammen alle Produkte ausnahmslos von 40 zertifizierten Lieferanten aus der Region. 100% schwäbisch sozusagen.

Bei meinem neuerlichen Testessen waren leider die Kässpätzle aus dem Programm genommen (Empfehlenswert: die Extrakarte mit vegetarischen Speisen). Natürlich wurde mir ohne Umstände eine Sonderanfertigung angeboten - und schließlich in einem formschönen Porzellanschiffchen serviert. Nachdem uns der "Gruss aus der Küche" mit einer erstaunlich pikanten Linsensuppe beglückt hatte.

Menge: großzügig
Spätzle: hausgemacht
Käse: Emmentaler
Zwiebeln: saftig handgeschmälzt
Viskosität: nachhaltig Fäden ziehend
Beilage: keine, ein abwechslungsreicher Beilagensalat (3,40 €) ist sehr zu empfehlen
Zubereitungszeit: 20 Min.
Abgang: wohlschmeckend, sättigend, etwas Würze vermissend
Preis: 8,60 € (ohne Beilagensalat)
Bewertung: prima Service, erstklassige Produkte - schade, dass der Klassiker Kässpätzle keinen bleibenden Platz auf der Speisekarte gefunden hat!

Empfehlung für alle Zögerlichen: die kleine schwäbische Weinprobe gibt einen guten Überblick über das regionale Weinangebot und ist ein hervorragender Begleiter für jedes Essen.

Lokalität: Hotel Restaurant "Zum Reussenstein"
Kalkofenstr. 20
71032 Böblingen
Tel. 07031/6600-0
E-Mail: info@reussenstein.com

Kommentare:

  1. Apropos Bareiss: Das wär doch auch mal einen Besuch wert. Oder? Ich wär dabei!

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  2. ich bin entzückt. erst recht als exilant, der sich auf kurzen heimatbesuchen keine kulinarischen fehltritte leisten kann. die stadt kann ich weniger empfehlen, wohl aber das restaurant; aufenthalte in hamburg kann man sich z.b. bei der „schwäbin“ in altona versüssen. schöne grüsse und danke für den blog, jan.

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  3. Herr Jan,

    das Entzücken liegt ganz bei uns! Und weil wir als gewohnheitsmäßig polyglotte Kosmopoliten durchaus auch mal gen Norden reisen, wünschen wir uns noch genaue Anschrift oder Link zur Schwäbin. Damit wir sie auch nicht verfehlen!

    Und danke für den Fisch! Äääh: den Link!

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