Der April taucht das traditionelle Goldgelb der Käsespätzle gerne in ein frisches Grün. Doch angesichts der dürftigen Temperaturen im einstelligen Celsius-Bereich werde ich dem diesjährigen Bärlauch weder in seinem natürlichen Habitat noch auf dem gastronomischen Präsentierteller ansichtig.
So inszeniert das Hause Frech eine spinatlastige Variante, die mich unwillkürlich an den italienischen Verwandten einer verschwisterten Filiale erinnert. Oder vage an einen Käsetoast der vergangenen 70er Jahre. Für ein Revival ist es nie zu spät!
Menge: der Inhalt einer porzellanenen Frittenschale wirkt erst mal übersichtlich, sättigt dann jedoch enorm
Spätzle: kurzkettige Spinatspätzle aus Fertigproduktion
Käse: Mozzarella, der sich im erwärmten Zustand leider als recht zäh erweist
Zwiebeln: Fehlanzeige
Viskosität: oben rum gebräunt, unten rum in einem sahnigen See schwimmend
Beilage: keine; drei integrierte Tomatenscheiben sorgen für minimale Vitaminzufuhr
Zubereitungszeit: geschätzte 5 Minuten, in der die gewagte Kreation vermutlich unter den Grill oder den Salamander geschoben wird
Abgang: pappsatt blähend
Preis: 11,80 Euro als Mittagstisch
Bewertung: Das Bemühen, der treuen Kundschaft angesichts steigender Fixkosten dennoch ein erschwingliches Mittagsmahl zu servieren, ist deutlich spürbar. Am heutigen Tag erweisen sich jedoch die Fleischküchle mit Kartoffel-Gurken-Salat (12,80 Euro) als Publikumsliebling. Leider nichts für Vegetarier.
Lokalität: Frechdax
Poststr. 6
71032 Böblingen
Tel. 07031 209 15 50













